Acryl auf Leinwand 80x120x4cm
Dinner for (every)one – ein Antiabendmal (2025) von Jasmin Meirose
Online seit 29.08.2025

#Malerei #Expressionismus #Fantasie #Horror #Karikatur #Menschen #Philosophie #Politik #Porträt #Satire
was wie Ende wirkt, kann auch Neubeginn sein.

Drei Figuren sitzen an einem gedeckten Tisch – ein Mann im Anzug, eine alte Frau, ein explodierendes Gesicht. Zwischen Wein, Essen und Blumen entfaltet sich eine groteske Szene, die ebenso verstört wie fasziniert.

Das Werk lebt von seiner Austauschbarkeit: Die drei Tafeln können beliebig angeordnet werden, wodurch sich jedes Mal eine neue Erzählung ergibt. Mal steht die Resignation im Zentrum, mal die Melancholie, mal das Chaos. So wird das Bild zum Puzzle der menschlichen Zustände – Verzweiflung, Stillstand, Wahnsinn.

Die expressive Farbigkeit, die deformierten Gesichter und die dramatische Gestik erinnern an den deutschen Expressionismus und den Neo-Expressionismus der 1980er Jahre. Gleichzeitig trägt das Werk eine zeitlose Aktualität: Es zeigt Menschen am Rande – gefangen zwischen Genuss, Leere und innerem Zusammenbruch.

In seiner Wandelbarkeit wird das Triptychon zum offenen System: ein Werk, das die Deutung nicht vorgibt, sondern in die Hände der Betrachter legt. Jede Anordnung ist eine neue Wahrheit – und jede Wahrheit bleibt brüchig

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert